{"id":473,"date":"2023-05-04T08:00:00","date_gmt":"2023-05-04T06:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fuhselab.de\/?p=473"},"modified":"2024-09-04T06:22:49","modified_gmt":"2024-09-04T04:22:49","slug":"multiboot-mit-home-partition","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuhselab.de\/index.php\/2023\/05\/04\/multiboot-mit-home-partition\/","title":{"rendered":"Multiboot mit home-Partition"},"content":{"rendered":"\n<p>Dieser Artikel zeigt wie man eine zentrale home-Partition einrichtet und von allen Linuxversionen darauf zugreifen kann\u2026<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Die bisher erstellten Multiboot-Systeme nutzen alle ein eigenes home-Verzeichnis auf ihrer jeweiligen Partition. Auf sda1 befindet sich also das home-Verzeichnis von Ubuntu. Auf sda2 befindet sich das home-Verzeichnis von Kubuntu. Auf sda3 und sda4 haben auch Lubuntu und Xubuntu ihre eigenen home-Verzeichnisse.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun kann man nat\u00fcrlich auf die Idee kommen eine eigene home-Partition zu erstellen, die sich alle Partitionen teilen. Grundidee ist dabei die Nutzerdaten nur einmal an einem zentralen Ort abzuspeichern und dann von jeder Partition und jeder Linuxversion darauf zugreifen zu k\u00f6nnen. Dieser Artikel zeigt verschiedene Wege auf, um das zu realisieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1. Nur ein home-Verzeichnis nutzen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der einfachste Weg besteht darin, einfach nur ein einziges home-Verzeichnis zu nutzen. Das Multiboot-System wird also wie in den vorhergehenden Artikeln beschrieben ohne home-Partition angelegt und alle pers\u00f6nlichen Daten werden beispielsweise nur im home-Verzeichnis von sda1 abgelegt. Ein Praxistest zeigt, dass es problemlos m\u00f6glich ist auf die home-Verzeichnisse aller Partitionen zuzugreifen. Vermutlich aber auch nur wenn der Eigent\u00fcmer des jeweiligen home-Verzeichnisses identisch ist. F\u00fcr unterschiedliche Eigent\u00fcmer wurde kein Praxistest durchgef\u00fchrt, deshalb kann dazu keine Aussage getroffen werden\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2. Daten-Partition erstellen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der etwas bessere Weg besteht vermutlich darin, einfach eine Partition als Daten-Partition zu nutzen.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>sda1 75 GB Ubuntu<\/li>\n\n\n\n<li>sda2 75 GB Xubuntu<\/li>\n\n\n\n<li>sda3 75 GB Lubuntu<\/li>\n\n\n\n<li>sda4 75 GB Daten-Partition<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Hier im Beispiel wird jetzt auf Partition sda4 einfach keine Linuxversion mehr installiert sondern nur eine leere Partition mit ext4-Dateisystem erstellt. Die pers\u00f6nlichen Daten (Textdokumente, Bilder, Mediadateien) werden f\u00fcr alle Linuxversionen gemeinsam hier abgespeichert. Beide bisher beschriebenen Methoden behalten aber auch die home-Verzeichnisse der Linuxversionen. Sie werden halt nur nicht genutzt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3. Die home-Partition \u2013 Version 1<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nun wird erstmals eine eigene home-Partition erstellt.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>sda1 75 GB Xubuntu<\/li>\n\n\n\n<li>sda2 75 GB home-Partition f\u00fcr Xubuntu<\/li>\n\n\n\n<li>sda3 75 GB Partition 3<\/li>\n\n\n\n<li>sda4 75 GB Partition 4<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Die Partitionen wurden per Gparted Liveversion erstellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Installation von Xubuntu weicht nun etwas von den bisher beschriebenen Installationen ab. Das System wird nun vom \u201eXubuntu USB-Stick\u201c gestartet und dem Installationsassistenten bis zur Auswahl des Installationstyps gefolgt. Als Installationstyp wird \u201eEtwas Anderes\u201c ausgew\u00e4hlt und dann die gew\u00fcnschte Partition angew\u00e4hlt. Die Partition (hier jetzt sda1) wird dabei \u00fcber Kontextmen\u00fc \u201e\u00e4ndern\u201c ausgew\u00e4hlt. Hier finden sich etwas versteckt die Einstellungen die vorgenommen werden m\u00fcssen. Die Gr\u00f6\u00dfe wird hier nicht ge\u00e4ndert, denn die wurde ja schon per Gparted festgelegt. Wichtig sind hier nur die Angaben zum Dateisystem und dem Einbindungspunkt. Als Einbindungspunkt f\u00fcr sda1 wird aus dem Auswahlmen\u00fc der Schr\u00e4gstrich ausgew\u00e4hlt.<\/p>\n\n\n\n<p>Abweichend zu den bisherigen Installationen wird nun auch die zweite Partition (hier sda2) ausgew\u00e4hlt. Partition sda 2 wird also \u00fcber Kontextmen\u00fc \u201e\u00e4ndern\u201c ausgew\u00e4hlt. Die Gr\u00f6\u00dfe wird auch hier nicht ge\u00e4ndert. Als Dateisystem wird ext4 ausgew\u00e4hlt. Als Einbindungspunkt wird nun aber abweichend \u201e\/home\u201c ausgew\u00e4hlt. Im Auswahlmen\u00fc findet sich dazu ein entsprechender Eintrag. Es sind nun also zwei Partitionen f\u00fcr die Installation ausgew\u00e4hlt.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr das Linux-System mit Einbundungspunkt \u201e\/\u201c \u2013 also nur der Schr\u00e4gstrich. F\u00fcr die home-Partition der Schr\u00e4gstrich mit home. Die restliche Installation l\u00e4uft wie gewohnt und mehrfach beschrieben ab. Im Ergebnis bekommt man nun eine zus\u00e4tzliche home-Partition f\u00fcr Xubuntu auf sda2. Im Praxistest wurden auf diesem Weg zwei home-Verzeichnisse erstellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Linux schreibt anscheinend ein home-Verzeichnis doch auf sda1 und ein zweites wie geplant auf sda2. Im \u201esda1-home\u201c wird auch die Unterordnerstruktur (die Ordner Dokumente, Bilder und so weiter) angelegt. Der \u201esda2-home\u201c bleibt erst einmal leer. Sp\u00e4testens hier m\u00f6chte ich auch darauf hinweisen, dass das Eis jetzt anf\u00e4ngt d\u00fcnner zu werden. Linux speichert im home-Verzeichnis auch \u201eversteckte Daten\u201c f\u00fcr die Nutzerkonfigurationen. Bei einer eigenen home-Partition die diese Daten nicht speichert, werden also Konfigurationen und Systemeinstellungen nicht mehr mit-gesichert. Laut intensiver Internetrecherche kann es auch zu Systemkonflikten kommen, wenn mehrere Linuxversionen mit teilweise unterschiedlichen Programmversionen versuchen auf eine gemeinsame home-Partition zuzugreifen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>4. Die home-Partition \u2013 Version 2<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt geht es auf ganz d\u00fcnnes Eis. Die Installation wie bei Punkt 3 beschrieben kann nun (theoretisch) auch noch dadurch erweitert werden, dass mehrere Linuxversionen auf unterschiedlichen Partitionen auf nur eine gemeinsame home-Partition zugreifen. Bei jeder weiteren Installation wird also zus\u00e4tzlich zur Systempartition (sda3, sda4) auch noch auf die \u201esda2-home\u201c zugegriffen. Partition sda2 wird also zus\u00e4tzlich mit ausgew\u00e4hlt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Probleme und Gefahren hatte ich schon beschrieben. Nutzerkonfigurationen und Programmkonfigurationen werden eventuell nicht mehr gespeichert und Systemkonflikte sind m\u00f6glich, wenn mehrere Linuxversionen mit teilweise unterschiedlichen Programmversionen versuchen auf eine gemeinsame home-Partition zuzugreifen. Dieses Szenario habe ich aber noch nicht einem Praxistest unterzogen und m\u00f6chte deshalb auch keine Empfehlung f\u00fcr diesen Weg aussprechen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Artikel zeigt wie man eine zentrale home-Partition einrichtet und von allen Linuxversionen darauf zugreifen kann\u2026<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":791,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[21],"class_list":["post-473","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-linux","tag-linux-gruppe-peine"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fuhselab.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/473","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fuhselab.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fuhselab.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuhselab.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuhselab.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=473"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.fuhselab.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/473\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1650,"href":"https:\/\/www.fuhselab.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/473\/revisions\/1650"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuhselab.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/791"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fuhselab.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=473"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuhselab.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=473"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuhselab.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=473"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}